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Drei Messmaschinen, ein Technologietransfer

Drei baugleiche Messmaschinen für eine Produktionslinie. Die erste haben wir gebaut, die zweite und dritte der Kunde selbst, nach Unterlagen, die genau dafür geschrieben waren.

Sensorik & Messtechnik

01Ausgangslage

Der Kunde brauchte nicht eine, sondern drei Messmaschinen für seine Produktionslinie, alle zur Zahnflankencharakterisierung. Das klingt nach einer reinen Stückzahlfrage, war es aber nicht: Jede Maschine liest über eine wechselbare Messspitze, und irgendjemand musste garantieren können, dass Maschine 2 genauso misst wie Maschine 3. Dazu kam ein zweiter Wunsch: Der Kunde wollte die Maschinen später selbst warten können, statt bei jeder Kleinigkeit auf einen Serviceeinsatz zu warten.

02Vorgehen

Statt einfach loszulegen, haben wir das Ganze in drei Etappen aufgeteilt, jede mit eigener Freigabe: erst eine Machbarkeitsstudie zur Messschnittstelle mit dem Ziel ±1 µm wiederholbar, dann ein Konzept, dann erst die Bestellung für drei komplette Systeme. Die erste Maschine haben wir komplett selbst gebaut, so wussten wir, dass die Montage in der Praxis wirklich funktioniert. Maschine 2 und 3 hat der Kunde selbst zusammengebaut, mit Material, das wir eingekauft hatten, und einer Doku, die genau für diesen Fall geschrieben war.

03Ergebnis

Am Ende hat der Kunde drei Maschinen, die er selbst warten, reparieren und bei Bedarf wieder zusammenbauen kann, ganz ohne uns anzurufen. Über zwanzig Lieferantenpositionen haben wir für alle drei Systeme zusammen eingekauft, sodass er ein komplettes, stimmiges Kit vor sich hatte statt einer selbstgeschriebenen Einkaufsliste. Und weil jede Etappe einzeln abgenommen wurde, war jede Entscheidung zum Weitermachen mit einem echten Ergebnis unterlegt, nicht mit einer Hoffnung.

Was steckt drin

Neben der ersten kompletten Maschine der volle Dokumentationssatz: Zeichnungen als PDF und als neutrale 3D-Dateien, Stückliste, Elektroschema, Wartungsplan. Dazu die Anleitungen für die zugekauften Encoder und Führungen und eine Schritt-für-Schritt-Inbetriebnahmeprozedur mit Abtastrate, Flash-Sequenz, NVRAM-Bereich und Referenzmarke jeder Achse, detailliert genug, dass Maschine 3 nach demselben Rezept lief wie Maschine 1.

Und wie ging es weiter

Maschine 1 ging pünktlich raus, zusammen mit der kompletten Doku. Maschine 2 und 3 folgten, vom Kunden selbst montiert, nach genau denselben Unterlagen. Bei der Abnahme der ersten Maschine wurden Funktion, Sicherheit und Dokumentation geprüft, die kundeneigenen Baugruppen liefen danach gegen denselben Standard.

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